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Wandtresor einbauen so gehts

Da die Zahl der Einbrüche immer weiter ansteigt, ist es vielen Menschen ein wichtiges Anliegen, ihr Hab und Gut bestmöglich zu schützen. Trotzdem lässt sich trotz aller Sicherheitsvorkehrungen nie ganz vermeiden, dass doch ein Einbruch geschieht. Dann ist es allerdings wichtig, wertvolle Gegenstände möglichst sicher unterzubringen. Hierfür bietet sich der Einbau eines Wandtresors an, welcher einen sicheren Schutz bietet.

 

Grundsätzlich kommt es darauf an, dass ein Wandtresor möglichst solide verarbeitet ist, über eine robuste Konstruktion verfügt und aus hochwertigen Materialien besteht. Ein Tresor muss so gebaut sein, dass Diebe und Einbrecher keine Chance haben, an den Inhalts zu gelangen. Dementsprechend hochwertig müssen der Korpus, das Schloss und die Seitenwände des Tresors sein. Ebenfalls muss ein Wandtresor so befestigt werden, dass er sich in keinem Fall abtransportieren lässt. Deshalb erfordert die Installation viel Sorgfalt – idealerweise wird der Tresor in eine Wandnische eingebaut, aus der man ihn nicht entnehmen kann.

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Den richtigen Einbauort für den Wandtresor finden – worauf es zu achten gilt

 

Der Einbauort eines Wandtresors wird am besten bereits beim Bau einer Immobilie berücksichtigt. Denn wenn dieser direkt in das Mauerwerk verankert werden kann, ist eine maximalen Schutz gewährleistet. Zwar lassen sich Tresore auch nachträglich noch einbauen, doch ein zu Beginn installierter Wandtresor ist trotzdem sicherer. Zu beachten gilt es außerdem, dass ein Tresor möglichst schwierig aufzufinden ist. Typische Verstecke, wie hinter Wandbildern oder Regalen, sollten daher vermieden werden.

 

Eine große Rolle spielt hierbei natürlich auch, wie es um die Stärke der Wand steht, in die man den Tresor einlassen möchte. Die Tiefe des Außenmaßes beträgt in der Regel zwischen 120 und 600 mm. Ein kompakter Tresor kann eine gute Wahl sein, wenn man lediglich ein paar Schmuckstücke sicher unterbringen möchte. Doch für gewöhnlich sammeln sich im Laufe des Lebens viele wertvolle Dinge an, wie Dokumente, Verträge oder auch wertvolle Gegenstände – auch diese sollte man dann in einem Tresor unterbringen können. Daher entscheidet man sich besser direkt für ein größeres Modell, das genügend Stauraum bietet.

 

Sollen Wandtresore nachträglich installiert werden, gilt es zunächst, hierfür eine geeignete Wandöffnung zu finden. Die Maße sollten etwa 10 bis 15 cm größer sein als der Tresor selbst. Natürlich sind passgenaue Aussparungen in Wänden normalerweise nicht im Haus vorhanden, deshalb muss in den meisten Fällen selbst eine geschaffen werden. Auch die Tiefe sollte rund 15 cm größer sein als die des Wandtresors. Auf diese Weise lässt sich der Safe dann mit einer Betonschicht ummanteln, um die Leerräume auszufüllen und für eine bombenfeste Verankerung zu sorgen.

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Können Wandtresore auch in Außenwänden installiert werden?

 

Zwar ist es prinzipiell möglich, einen Safe auch in eine Außenwand einzubauen, doch davon raten Experten dringend ab. Denn dadurch würde lediglich eine weitere Wärmebrücke geschaffen – und das Haus würde viel schneller auskühlen, was die Heizkosten in die Höhe treibt. Bei einer Innenwand gibt es natürlich ein anderes Problem, denn ihre Stärke beträgt oft weniger als 25 cm. Deshalb ist es häufig nur möglich, Wandtresore unter einer Dachschräge, neben einem Kamin oder auch unter einer Treppe zu installieren. Im Zweifelsfall ist es hier besser, sich von einem Sicherheitsexperten beraten zu lassen. Dieser kann das eigene Haus begutachten und dann Empfehlungen für eine fachgerechte und sichere Installation geben.

Wandtresor einbauen so gehts

Sicherheitstipps für den Einbau eines Wandtresors

 

Beim Einbau eines Safes sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass es sich nicht um einen klassischen Einbauort handelt, wie beispielsweise wie hinter einem Bild. Diese Tricks sind uralt und jedem Einbrecher bekannt. Besser ist es, sich ein Möbelstück von einem Schreiner so anfertigen zu lassen, dass sich die Rückwand teilweise verschieben lässt. Präpariert man das Regal noch mit Büchern und anderen Gegenständen, welche die Rückwand verdecken, ist bereits ein gutes Versteck gefunden. Wichtig ist es, dem Einbrecher das Auffinden des Tresors so schwer wie möglich zu machen. Und hat er ihn trotzdem gefunden, kann er ihn dennoch nicht mitnehmen – da er fest in die Wand einbetoniert und verschlossen ist.

 

Noch ein wichtiger Hinweis: Bei einem Hausbau sollte in keinem Fall gegenüber Bauhelfern erwähnt werden, dass eine Aussparung für einen Tresor eingebaut werden soll. Denn so eine Nachricht kann sich sehr schnell verbreiten und in falsche Hände gelangen. Cleverer ist es, sich eine Aussparung für eine Tür einbauen zu lassen, die man später noch passgenau zumauern lässt.

 

Die Installation eines Wandtresors – Schritt für Schritt erklärt

 

  1. Grundsätzlich sollte der Wandtresor eine Ummantelung aus Beton erhalten, die mindestens 10 cm dick ist. Dies ist bereits bei Erschaffung der Aussparung zu berücksichtigen. Der Beton könnte mit der Zeit die Seitenwände eindrücken, weswegen diese durch Kanthölzer zusätzlich gestützt werden sollten.

 

  1. Weil ein Safe sich natürlich auch nicht frei in der Luft stehen kann, während er einbetoniert wird, sollte man ihn auf Kanthölzer stellen, ehe das Beton eingegossen wird.

 

  1. Haben Sie keine Angst vor einer ungleichmäßigen Aussparung – dies ist optimal, damit der Beton sich perfekt in die Wand verankern kann. Es muss sich also nicht um ein sauberes Quadrat handeln, das man aus der Wand ausarbeitet – wichtig ist nur, dass der Tresor hineinpasst und nicht mehr aus dem Mauerwerk entnommen werden kann.

 

  1. Beim Einbau sollte die Tür des Tresors unbedingt offen gehalten werden. Weil die Tür ein hohes Gewicht aufweist, muss der Tresor in der Mauer möglichst fest verkeilt werden. Am besten arbeitet man hier mit einer Wasserwaage, damit der Einbau lotgerecht erfolgt. Dies ist zwar mit viel Aufwand verbunden, aber so kann man sicher sein, dass die Tür nicht von alleine zufällt oder sich nach zur Außenseite hin öffnen kann.

 

  1. Zuletzt wird der Beton in die Hohlräume um den Tresor gefüllt. Am besten kann überschüssiger Beton abfließen, wenn sich über dem Tresor eine zusätzliche, schräg angeordnete Öffnung befindet. Nun wird der Beton aus einer Richtung eingefüllt – so lange, bis er sich unter dem Tresor gleichmäßig verteilt hat. Dabei gilt es, darauf zu achten, dass keine Hohlräume entstehen.

 

  1. Nach dem Verfüllen sollte die Tür des Betons geschlossen und erst nach 48 Stunden wieder geöffnet werden – so kann der Tresor optimal auslüften.

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